Archive for May 2011

Lesebühnen Nonstop

24. May 2011 | von | Kategorie: Blog

Dem kleinen Kapitalistenschaf ist es scheinbar ein bißchen zu einsam geworden. Es möchte zurück in die Herde, um sich dort mal mir Artgenossen auszutauschen, bzw. zu lauschen, was die so treiben. Unseren ersten gemeinschaftlichen Termin also hier auch nochmals im Blog.

Im Rahmen der 1. “Langen Nacht der Bibliotheken” lesen DIE UNERHÖRTEN neben Vertretern weiterer Lesebühnen aus Friedrichshain und Kreuzberg. Mit dabei:

– Die Unerhörten (Kurzgeschichten von Ralph Trommer und Mark Scheppert)
– Die Brutusmörder (Kurzgeschichten)
– Literatursaloon LUNGE (szenische Kurzgeschichte und Märchensatire)
– Das aktuelle Wortstudio (Kurzgeschichten)
– Kreuzberger Literaturwerkstatt (Gedichte und lyrische Prosa)
– Die Wortfechterinnen von Avantgarden und der Theaterkapelle (Kurzgeschichten und Romanauszüge)

Somit haben die Zuhörer die Chance, sich einen Überblick über das literarische Werk dieser Lesebühnen zu verschaffen und können vor allem einmal live erleben, wen es überhaupt in Berlin-Friedrichshain und Kreuzberg gibt.

Wann: 08.06.2011, 20.00 – 23.00 Uhr

Wo: Bezirkszentralbibliothek
Friedrichshain-Kreuzberg
Frankfurter Allee 14a
10247 Berlin
Tel. 90298-5732

Eintritt frei!

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Lange Nacht der Bibliotheken

16. May 2011 | von | Kategorie: Blog

Im Rahmen der 1. “Langen Nacht der Bibliotheken” lesen DIE UNERHÖRTEN neben Vertretern weiterer Lesebühnen aus Friedrichshain und Kreuzberg. (Mit dabei: Die Unerhörten, Die Brutusmörder, Literatursaloon LUNGE, Das aktuelle Wortstudio, Kreuzberger Literaturwerkstatt, Die Wortfechterinnen von Avantgarden und der Theaterkapelle).

Wann: 08.06.2011, 20.00 – 23.00 Uhr

Wo: Bezirkszentralbibliothek
Friedrichshain-Kreuzberg
Frankfurter Allee 14a
10247 Berlin
Tel. 90298-5732

Eintritt frei!

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Siri Hustvedt Lesung im Babylon

9. May 2011 | von | Kategorie: Blog

Das Schaf wollte zuerst gar nicht mit.

„Och, nö“, hatte es geblökt, „Siri Hustvedt ist doch viel zu schön, viel zu prominent verheiratet und der Titel ihres neuen Buches Der Sommer ohne Männer klingt total bescheuert. So nach ganz viel Prosecco und dümmlicher Freche-Frauen-Literatur.“

Richtige Schauder liefen ihm durch die Wolle.

„Jetzt hör mal zu, Schaf“, ich musste mich sehr beherrschen, „Siri Hustvedt ist zwar tatsächlich bildschön, stimmt, sie ist mit Paul Auster verheiratet und der Titel ist ein bisschen irritierend, aber sie ist eine außergewöhnlich gute und kluge Autorin. Niemals würde sie in eine öde Klischeefalle tappen und platte Abrechnungen mit dem männlichen Geschlecht schreiben. Hast Du etwa nicht ihren großartigen Roman Was ich liebte gelesen? Oder, ebenfalls höchst lesenswert, Die zitternde Frau?“

Selbstverständlich war das Babylon ausverkauft.

Der Literaturübersetzer Bernhard Robben moderierte kompetent, der deutsche Part wurde von der hinreißenden Maria Schrader so gut gelesen, dass die 56- jährige Siri Hustvedt über ihren eigenen Text ganz häufig giggelte und kicherte wie ein ganz junges Mädchen.

Der Sommer ohne Männer ist ein Ehebruchsroman auf ganz hohem Niveau. Siri Hustvedt erzählt eine der ältesten und banalsten Geschichten noch einmal ganz neu. Die New Yorker Dichterin Mia erfährt, dass ihr Mann Boris, ein berühmter Neurowissenschaftler, sich nach 30 Jahren Ehe in eine jüngere Kollegin verliebt und deshalb eine Pause von seiner Frau fordert. Mia landet kurzfristig in der Psychiatrie, verlässt vorübergehend New York und verbringt den Sommer in ihrer Heimatstadt Minnesota. Mias Mutter und ihre betagten Freundinnen in einem Altenheim, eine junge Familie und sieben pubertierende Mädchen, die sie im Schreiben unterrichtet, bilden mit ihren großen und kleinen Dramen das Netz weiblicher Lebensläufe, das Mia schließlich auffangen wird.

Tiefsinnig, klug, zugleich leichtfüßig und komisch stellt Siri Hustvedt ganz entscheidende Fragen über Frauen und Männer.

Selbstverständlich stellte sich das Schaf am Ende der Lesung ohne Murren in die endlose Schlange, um sich ein Autogramm von der wundervollen Siri Hustvedt geben zu lassen.

SIRI HUSTVEDT: Der Sommer ohne Männer. Rowohlt Verlag, Reinbek 2011. 251 Seiten, 19,95 Euro.

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Berlinoise – Meret Becker & The Tiny Teeth

5. May 2011 | von | Kategorie: Blog

“Hinreizend”, murmelt das Kapitalistenschaf und kontrolliert mit einem Taschenspiegel seine kleinen weißen Zähne. Auf meinen Einwand, was das denn für ein Adjektiv sei, fällt ihm wieder ein, dass es ja eigentlich ein bisschen beleidigt ist.

Ich habe es nämlich abgelehnt, ihm ein Tutu zu nähen und konnte ihm auch nicht versprechen, dass es Unterrichtstunden für das Erlernen der Singenden Säge nehmen darf. „Jawohl, hinreizend“, pampt es, „Meret Becker ist absolut hinreizend und ihr könnt euch alle mal eine Scheibe von ihr abschneiden!“

Letzten Samstag durfte das Schaf uns ins Tipi am Kanzleramt begleiten, um Meret  & The Tiny Teeth zu feiern.

Und es hat ja Recht. Seit ich Meret Becker 1995 zum ersten Mal im legendären „Ex und Pop“ gesehen habe (zusammen mit Ben Becker in dessen Theaterstück „Sid und Nancy“- die tragische Liebesgeschichte von Nancy Spungen und dem „Sex Pistols“ Bassisten Sid Vicious), verehre ich sie über alle Maßen.

Was für eine Ausstrahlung! Und ihre Stimme!

Neben Klavier, Cello, Akkordeon und Banjo kommen auch Instrumente zum Einsatz, die man sonst eher von Musikclowns oder Jahrmärkten kennt, nämlich Glasharfe, Singende Säge (ja, Schaf, ich rede mit den anderen Unerhörten über Deinen Wunsch), Hupe und Kinderklavier. Meret singt über Bordsteinschwalben, Spelunken und Flitzpiepen. Mal melancholisch, mal albern. Auf deutsch, französisch und englisch. Immer großartig und mit so viel Charme.

Zwischendurch turnt und verbiegt sie sich im Tutu (nein, Schaf, ich kann nicht nähen) und voller Hingabe in einem von der Bühne hängenden Reifen.

Nach drei Zugaben haucht sie am Ende der Vorstellung „Träumt süß“.

Haben wir, Meret.

 

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Lesung am 12. Mai 2011

6. April 2011 | von | Kategorie: Termine
12. May 2011
20:00to22:00

Wann: 20 Uhr
Wo: Cafe Tasso
Frankfurter Allee 11
10247 Berlin
Wie: Eintritt frei

Thema: Revolution!

Nach der revolutionären 1.Mai-Demo wenden sich die Unerhörten den großen und kleinen Revolutionen unserer an Umstürzen nicht armen Zeit zu. Doch für manch einen kann schon das regelmäßige Wechseln von Unterwäsche eine Revolution bedeuten. Auch in einigen unscheinbaren Hinterstübchen regt sich ein Wille zur Revolution, mit dem niemand gerechnet hätte. Zu den Stiften, Unerhörte!
Seien Sie gewappnet!

Stargast: Sebastian

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