Posts Tagged ‘ Kapitalistenschaf ’

Süß-Sauer bis Schaf – Unser allererstes Buch jetzt im Handel.

1. May 2012 | von | Kategorie: Unser Buch

Wer schreibt, der bleibt – den Leserinnen und Lesern in Erinnerung! Diese bunte Berliner Mischung hier schrieben “Die Unerhörten” und stellen ihre Kurzgeschichten somit erstmals in einem eigenen Buch vor.
“Die Unerhörten” sind talentierte Autorinnen und Autoren, die mit viel Kreativität, Witz und Charme unerhörte Literatur schreiben. Seit 2009 präsentieren sie die knackfrischen Texte regelmäßig auf ihren berühmt-berüchtigten Lesebühnen-Veranstaltungen. Das lang ersehnte Buchdebüt vereint die breit gefächerte Individualität ihrer Schreibstile und garantiert unerhörten Lesegenuss.
Freuen Sie sich auf Geschichten von: Friedhelm Feller-Przybyl, Doris Lautenbach, Ariane Meinzer, Mark Scheppert, Susanne Schmidt und Sebastian T. Vogel. Das “Kapitalistenschaf” – immer hungrig, aber schreibfaul – ist ihr Maskottchen.
2011 waren “Die Unerhörten” nominiert zur besten Lesebühne Berlins.

JETZT IM BUCHHANDEL:

Die Unerhörten
Süß-Sauer bis Schaf
Neue Texte aus Berlin
124 S., Mai 2012,
9,80 €
ISBN 978-3-8482-0638-4



Ausgewählte Bestellmöglichkeiten:

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    Endlich ist das Buch unserer Lesebühne “Die Unerhörten” nun auch als Ebook im Buchhandel erhältlich.

    JETZT ALS E-BOOK IM BUCHHANDEL

    Süß-Sauer bis Schaf Ebook

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  • Ich war`s nicht!

    8. January 2012 | von | Kategorie: Blog

     

    Nachricht auf der Mailbox.

    Unser Kapitalistenschaf möchte ganz dringend eine Sache klarstellen. Es befindet sich momentan ja immer noch in seinem Winterurlaub auf Amrum und hat nun Angst, die Berliner könnten es mit seinem gelockten Kollegen aus Northamptonshire verwechseln.

    Zugegeben, die Ähnlichkeit der beiden ist wahrlich verblüffend.

    Der englische Schafsbock, von der dortigen Presse Randy genannt (unser Schaf hat gleich im Wörterbuch nachgeschlagen und herausgefunden, dass das soviel wie „geil“ bedeutet), war in die Schlagzeilen geraten, als er auf dem Weg zur Schlachtbank seinen Mördern in letzter Minute entkommen konnte.

    Auf seiner Flucht geriet Randy in eine Herde weiblicher Schafe und tauchte dort zunächst unter. Vaterschaftstests haben jetzt ergeben, dass er seinen Aufenthalt dort sinnvoll nutzte: Randy ist nun Papa von 30 Lämmern. Und glücklicherweise will ihn  niemand mehr schlachten.

    Unser Kapitalistenschaf betont außerdem, dass es seinen Winteraufenthalt auf Amrum selbstverständlich aus eigener Tasche bezahlt. Wohlhabende und väterliche Freunde haben damit nichts zu tun.

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    Lesung am 12.04.2012 im Café Tasso Friedrichshain

    17. October 2011 | von | Kategorie: Termine
    12. April 2012
    20:00to22:00

    Wann: 20 Uhr
    Wo: Café Tasso
    Frankfurter Allee 11
    Berlin-Friedrichshain
    (Nähe U-Bhf. Frankfurter Tor)
    Wie: Eintritt frei

    Thema: “Wer war das?!”

    Stargast: Max van der Oos

    Wer hat unserem Kapitalistenschaf das Fell geschoren? Wer hat den Unerhörten die Tinte aus dem Fäßchen gestohlen? Wer hat ohne Sauerstoffmaske den Bücherberg bestiegen? Fragen über Fragen, die letztlich auf die zentrale Frage der Menschheit verweisen: Wer war das?! Um Antwort(en) bemühen sich wie immer redlich und fleißig die UNERHÖRTEN!

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    Lesung am 8. September 2011

    8. July 2011 | von | Kategorie: Termine
    8. September 2011
    20:00to22:00

    Wann: 20 Uhr
    Wo: Café Tasso
    Frankfurter Allee 11
    Berlin-Friedrichshain
    (Nähe U-Bhf. Frankfurter Tor)
    Wie: Eintritt frei

    Thema: Wahlversprechen

    Wer die Wahl hat, hat die Qual! Stimmt das eigentlich? Und wenn ja- lindern (falsche) Versprechen diese Qual? Steckt hinter den bunten Plakaten in der Stadt mehr als der Laternenmast, der sie hält? Was versprechen uns die PR-Profis, wenn es um die Wahl zwischen Pest und Cholera geht? Diesen und anderen Fragen gehen die Unerhörten wie immer originell, überraschend und sicher nicht nur politisch (korrekt) nach. Versprochen!”

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    Unser Film des Monats: “Wer ist Hanna?”

    3. June 2011 | von | Kategorie: Blog

    Das Kapitalistenschaf ist ja an sich ein Kinomuffel. Zu unbequeme Sessel, zuviele nervige Menschen, die mit XXL- Popcorntüten krümeln und rascheln, als sei das der alleinige Grund des Kinobesuches. Zudem zuwenige Freiheiten, mal angemessene Kommentare zu blöken. Kann ich absolut verstehen, da wir erst neulich in hohem Bogen aus dem Cinemaxx flogen, als das Schaf beim Film “Wasser für die Elefanten” schon nach 15 Minuten unruhig wurde und in Abständen von wenigen Minuten immer wieder lauthals schrie: “Wann beißt der blöde Vampir denn endlich zu?… Nun mach schon, Du Weichei!”

    Trotzdem konnte ich das Schaf überreden, mit mir in ein Lichtspielhaus zu gehen, in dem wir noch kein Hausverbot haben, um uns “Wer ist Hanna?” anzusehen. Als ultimativen Köder warf ich die Tatsache aus, dass die Hauptdarstellerin Saoirse Ronan irische Eltern hat und mit Irland kriege ich das Schaf zu fast allem rum. Sogar zu dem Schwur, diesmal keine Skandälchen zu provozieren. Schön brav trabten wir also ins Kino und siehe da- das Schaf saß über die volle Länge des Filmes mit offenem Maul da und war fasziniert, berührt, gespannt und fieberte so stark mit, dass ich ihm hinterher noch eine Paracetamol verpassen musste, damit es wieder auf Betriebstemperatur runterkühlen konnte.

    In dem auch nach meiner bescheidenen Meinung nach herausragenden Film geht es um ein junges Mädchen, das in den Wäldern Finnlands von seinem Vater darauf vorbereitet wird, eines Tages gleichermaßen Jägerin und Gejagte zu werden, um eine Agentin des CIA zu besiegen, die sowohl Vater, als auch Tochter nach dem Leben trachtet. Also beginnt der Film in einer Wüste aus Schnee und begleitet seine Heldin auf einer visuell wie dramaturgisch großartigen Verfolgungsjagd über Tunesien zurück nach Europa, um zu einem beklemmenden Showdown im Spreepark in Berlin anzukommen.

    “Wer ist Hanna?” begeistert als gelungener Thriller, der zugleich Arthouse-Kino vom Feinsten zu bieten hat und vor allem eine Hauptdarstellerin, die so gut spielt und soviel Charakter ausstrahlt, dass man dem Film die ganz wenigen Ungereimtheiten  und Längen sehr, sehr gerne verzeiht.

    So- und jetzt muss ich dem quengelnden Schaf klar machen, dass es den Film noch nicht auf DVD zu kaufen gibt. Nervensäge…

    Den Trailer gibt es hier: http://www.kino-zeit.de/filme/trailer/wer-ist-hanna

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    Kulturfest fürs Schaf- Die Weber im DT

    15. April 2011 | von | Kategorie: Blog

    Das Kapitalistenschaf wollte es wissen: wie gehen die Berliner Sprechtheater mit schafspezifischen Stücken um? Nach Sichtung der Spielpläne fiel die Erstauswahl auf die Weber im Deutschen Theater. Schließlich ist die industrielle Verarbeitung von Wolle von großem Interesse für gesellschaftspolitisch gebildete Schafe. Also quetschten wir uns in die für Schafe deutlich zu schmal bemessenen Reihen des DT und wurden schonmal von dem Bühnenbild beeindruckt und auch ein wenig eingeschüchtert- wie eine Mischung aus einem übergroßen Webstuhl und einer puristischen Showtreppe ragten steile Stufen bis hoch an den Bühnenhimmel. Die Schauspieler agierten über knapp 2 Stunden je nach sozialem Status ihrer Rolle auf den unterschiedlichen Stufen, die Gesichter immer dem Publikum zugewandt. Symbolischer Holzhammer, damit jeder kapiert, dass hier die soziale Leiter, das OBEN und UNTEN im Mittelpunkt steht? Nein, fanden wir. Die Weberaufstände 1844 in Schlesien als Stoff eines Stückes, noch dazu in einer schwer für heutige Menschen- und Schafsohren verständlichen Mundart- das ist grundsätzlich ein Sujet, bei dem man sich auf emotionale wie politische Großsymbole und Botschaften gefasst machen muss.
    Das Schaf und ich waren uns einig, dass dem Regisseur Thalheimer mit der Idee der Treppe und dem frontalen Sprechen zum Publikum eine großartige Mischung aus Emotionalisierung und Abstraktion gelungen ist. Der Text wurde gekürzt, so dass das revolutionäre Drama kaum länger als ein Spielfilm dauerte. Mit der Mundart hatten wir beide immer mal wieder Probleme, hörten uns jedoch ganz gut rein in diese fremd und fern scheinende Sprache. Das Schaf war voller Bewunderung für die Schauspieler, die sich durch den Text ebenso souverän bewegten wie sie es auf der steilen, sicher nicht ungefährlichen Treppe taten.
    Unser Fazit: empfehlenswert. Anmerkung vom Schaf: super, aber enttäuschend wenig über Wolle in dem Stück. Über die Ausbeutung von Schafen sogar garnichts. Minuspunkt!
    Deshalb hat es den Wunsch geäußert, als nächstes im Gorki die Glasmenagerie zu sehen- es hätte gerüchteweise gehört, dass es da um amerikanische Glasschafe geht. Tja- ob die Gerüchte stimmen und wie es uns da gefallen, das erfahrt Ihr demnächst- doch schon jetzt sei verraten: es war unerhört gut!

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    “Rusalka” oder “Ein Schaf wittert Opernluft!”

    28. March 2011 | von | Kategorie: Blog

    Das Schaf hat leider über den Winter ordentlich Sitzfleisch zugelegt und besteht seit Wochen darauf, weniger Sport und mehr Sessel-betonte Kulturveranstaltungen zu absolvieren. Aus gesundheitlichen Gründen wäre ich ja doch eher für Jogging durch den Volkspark Schöneberg (das Schaf joggt, ich feuere es an!), aber was will ich machen- das Vieh ist stur und so musste ich wohl oder übel als Begleitung mit in die Oper und ins Theater.
    Zunächst die Oper: das Schaf bestand auf der Komischen Oper, weil es endlich mal wieder ordentlich lachen wollte. Alle Einwände waren vergebens, es glaubte mir einfach nicht, dass es da selten komisch zugeht. Also sahen und hörten wir RUSALKA, die bekannteste Oper des als Opernkomponist wenig bekannten Anton Dvorak. Rusalka basiert auf dem tragischen Mythos der Meerjungfrau, die sich in einen Menschen verliebt und um seinetwillen zur Menschenfrau wird, allerdings unter dem Fluch, niemals sprechen zu können und vor allem nicht zurückkehren zu dürfen, falls die Liebe unerwidert bleibt. Im Gegensatz zu den frohsinnigen Opern eines Mozart geht die Geschichte fast übermäßig tragisch aus und Dank der wundervollen, in jeder Hinsicht bezaubernden Interpretation des Regisseurs und seines Ensembles zerfloss das Schaf am Ende in Tränen.
    Die Kraft der Bilder, die lyrische Musik und vor allem die schauspielerisch überzeugende Leistung der Sängerinnen und Sänger hat auch für mich den Abend zu einem großen Erlebnis gemacht, das ich allen Theater- wie Musikfreunden nur warm, wärmer, am wärmsten empfehlen kann.
    Zum Theater sei gesagt, dass das Schaf unbedingt mal was über die Weiterverarbeitung seiner Wolle lernen wollte und wir daraufhin in die „Weber“ von Gerhard Hauptmann ins Deutschen Theater gegangen sind. Wie es uns dort ergangen ist, berichten wir in Kürze an gleicher Stelle und auf gleicher Welle! Mäh!

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    Unerhörtes Schaf auf der Buchmesse gesichtet

    20. March 2011 | von | Kategorie: Blog

     

    Die Aufregung wächst. Vom Hauptbahnhof Lääpsch aus fährt der Unerhörte mit einer Tasche voller ungehobener literarischer Schätze gen Messegelände. Leider ist die Straßenbahn so von Messebesuchern und Schulkindern (Wandertag) überfüllt, dass er keinen Sitzplatz finden kann. Das kleine Kapitalistenschaf wäre beinahe vom Autor getrennt worden, da es in der Tür steckenblieb und dadurch um ein Wollknäuel in zwei Hälften geteilt worden wäre. Noch mal gutgegangen, das Schaf ist drin und transpiriert so heftig, dass sämtliche Scheiben beschlagen. Fast eine halbe Stunde dauert die Fahrt zur Messe, gefühlte drei Stunden.
    Endlich die Ankunft am Messegelände. Orientierungsschwierigkeiten. Haupteingang, Eingang für Aussteller, Eingang für Fachbesucher,… aha! Eingang für unerhörte, verkannte und vergessene Autoren, Eingang für Rindviecher, Schweinepriester… Schafe und andere Wolltiere! Na also… wir treffen uns hinter der Schranke wieder. Dann die 2. Orientierungshürde: 4 Hallen voller Bücher und Verlage, in der Mitte die Fernsehsender, die monopolistisch über die Konkurrenz, die Erhörten, berichten – das Kapitalistenschaf murmelt etwas von Weltverschwörung. Überall zeigen sich die Erhörten von ihrer besten Seite und geben ein Interview nach dem anderen. Gut im Rennen liegen Sachbuchautoren mit praxisorientierten Titeln und Themen à la “Wie überlebe ich meinen Mann?“ oder „Der 1A-Karriereplaner für Ihre hochbegabten Drillinge“.

    Huch, wo ist denn das Schaf geblieben? Hat sich selbständig gemacht…
    Für mich interessant ist der Abschnitt mit dem Schwerpunkt Kinderbuch. Kinderhorden wuseln um mich herum, kucken mich scheel an, dass ich in IHRE Bücher kucke und reißen mir die Werke mit eindeutigem Besitzanspruch aus den Händen. Hinfort, sonst werde ich von den kleinen Bestien noch gelyncht. Ein benachbarter Schwerpunkt ist der Comicbereich. Hier versammeln sich allerdings vor allem Manga-Anbieter und unzählige jugendliche Fans, die massenhaft in buntesten Mangahelden-Kostümen umherspazieren. Manche tragen täuschend echte Samurai-Schwerter mit sich… bloß weg hier!
    In den Belletristikbereichen, die sich über alle Hallen verteilen, fragt der Unerhörte kleinlaut und devot an den Informationsständen der Großverlage nach, ob man einem Lektor sein Manuskript vorstellen könne. Doch er wird jedes Mal mit einem Info-Blatt abgewimmelt, auf dem die Bedingungen der Verlage stehen. Bei Nichtbeachtung dieser großherzigen Klauseln droht das Recht der Scharia oder das Strafrecht für chinesische Staatsfeinde.
    In Halle 5 mache ich ein paar Entdeckungen. Hier treffen sich Illustratoren, die Illustratoren-Organisation stellt sich vor, Zeichner berichten von ihren Erfahrungen. Die Illustratorenorganisation ist sehr gut organisiert und berät ihre Mitglieder in allen Bereichen wie Vertragsrecht, angemessene Vergütung etcetera. Sowas könnten Autoren auch gebrauchen. Bei Books on Demand ist zu meiner Freude das Buch eines anderen unerhörten Autors, Mark Scheppert in mehreren Exemplaren ausgelegt. An diesem Stand gibt es, sofern man sich eine Weile von einer Angestellten beschwatzen lässt, kostenlosen Cappucchino, und der ist wirklich hervorragend. Schade, dass das Schaf ihn nicht kosten kann.
    Am Ende des Tagens, nach kilometerweiten Gängen und Verläufen durch das Labyrinth der Bücherhallen, schleicht der Unerhörte, mit kiloschweren Katalogen und Visitenkarten-Sammlungen belastet, langsam, mit Rücken-, Hals- und Nackenschmerzen sowie platten Füßen zum Ausgang. Zu seiner Freude entdeckt er schon von weitem das Kapitalistenschaf, das dort auf ihn wartet. Doch oh Graus, was ist ihm widerfahren? Es ist angewachsen zu gigantischer Größe und sieht neben dem ZDF-Pavillon aus wie ein eigenes begehbares Ausstellungsstück. Wie konnte das geschehen?
    Der Unerhörte bemerkt, dass überall Sicherheitsleute umherrennen, die von Bücherdiebstählen im großen Stil stottern. Halle 3 und 4 wurden unter den Augen der Besuchermassen leergeräumt. Man ist ratlos, verzweifelt, bestürzt.
    Das Schaf zwinkert mir zu und muss aufstoßen. Der Duft frisch gedruckter Bücher steigt mir in die Nase. Alles klar. Kapitalistisch gut gemacht, Raubtier!

    Wir verlassen vorsichtig das Messegelände. Keiner schöpft Verdacht.
    Das Schaf stopft sich in die Straßenbahn und verdrängt so eine Horde der lästigen Messebesucher. Danke für den Sitzplatz, Schaf! Ab geht´s, durch Lääpsch, dann zurück nach Berlin, in die Metropole der Unerhörten Literatur.

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    Schluss mit schaflosen Leseabenden!

    9. March 2011 | von | Kategorie: Blog

    Das Kapitalistenschaf steht gerade vor meinem Bücherregal und meint, ich solle doch einfach alle Bücher wegschmeißen, aber dieses eine von Ian Sansom (” So schnell wackelt kein Schaf mit dem Schwanz”) nicht nur behalten, sondern bitte auch sofort und allerwärmstens empfehlen.
    Der erste Teil der Ansage zeugt von tierischer Ignoranz, der zweite Teil ist soweit OK, daher lege ich allen, die die Nase von Serienkiller-Terror-Geheimdienst-Blutbad-Krimis haben den etwas anderen Krimi aus der nordirischen Provinz Tumdrum ans Herz. Wer schlaflose Nächte, nervöses Liderzucken noch Tage nach der Lektüre erwartet, weil das Buch so immens spannend ist- der (oder die) liegt glasklar falsch. Natürlich gibt es eine Art Krimihandlung, bei der der Inhaber eines Kaufhauses am Rande der Welt verschwindet und mutmaßlich Opfer einer Entführung geworden ist. Natürlich gibt es Polizei und vor allem einen Verdächtigen, nämlich den Bibliothekar der fahrenden Bücherei, Israel Armstrong.
    Dennoch geht es Sansom, der zumindest äußerlich mit seinem freakigen, liebenswerten Helden Armstrong Ähnlichkeit hat nicht um das Who done it?, sondern um ein witziges und dabei gemütlich erzähltes Porträt des Lebens und der Leute in Irlands hohem Norden. Eine wunderbare Lektüre für Leser mit Vorlieben für verschrobene Charaktere und natürlich für alle Freunde der Grünen Insel. Allein die Erwartungen der Schaffreunde werden eher enttäuscht- selbst für einen Preis als beste Nebendarsteller reicht es nicht, da sie höchstens mal durch Lokalkolorit hüpfen. Aber das verrate ich jetzt dem Kapitalistenschaf besser nicht, sonst will es auch noch dieses Buch wegwerfen!

    "Cover Ian Sansom So schnell wackelt kein Schaf mit dem Schwanz"

    Piper TB, 8,95 €

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    Lesung am 14. Juli 2011

    23. February 2011 | von | Kategorie: Termine
    14. July 2011
    20:00to22:00

    Wann: 20 Uhr
    Wo: Cafe Tasso
    Frankfurter Allee 11
    10247 Berlin
    Wie: Eintritt frei

    Thema: Stilles Wasser

    Bitte beachtet, dass dies unser letzter Auftritt vor der langen Sommerpause Pause ist. Es erwarten Euch – wie immer – spannende, nachdenkliche und lustige Geschichten und besonders freut es uns, dass unser “Exil-Unerhörter” Friedhelm die stillen Gewässer von Kapstadt für ein paar Wochen verlassen hat, um mal wieder live bei uns aufzutreten.

    Bis bald und bitte weitersagen!

    Musikalischer Gaststar: Dorothea Münsch

    (Dorothea Münsch ist eine junge Sängerin, die u.a. Songs vom Stillstand, von Neuschnee und vom Dahinschmelzen schreibt. Lieder vom Gewohnten und schmerzhaft Vertrauten.)

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