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“Rusalka” oder “Ein Schaf wittert Opernluft!”

28. March 2011 | von | Kategorie: Blog

Das Schaf hat leider über den Winter ordentlich Sitzfleisch zugelegt und besteht seit Wochen darauf, weniger Sport und mehr Sessel-betonte Kulturveranstaltungen zu absolvieren. Aus gesundheitlichen Gründen wäre ich ja doch eher für Jogging durch den Volkspark Schöneberg (das Schaf joggt, ich feuere es an!), aber was will ich machen- das Vieh ist stur und so musste ich wohl oder übel als Begleitung mit in die Oper und ins Theater.
Zunächst die Oper: das Schaf bestand auf der Komischen Oper, weil es endlich mal wieder ordentlich lachen wollte. Alle Einwände waren vergebens, es glaubte mir einfach nicht, dass es da selten komisch zugeht. Also sahen und hörten wir RUSALKA, die bekannteste Oper des als Opernkomponist wenig bekannten Anton Dvorak. Rusalka basiert auf dem tragischen Mythos der Meerjungfrau, die sich in einen Menschen verliebt und um seinetwillen zur Menschenfrau wird, allerdings unter dem Fluch, niemals sprechen zu können und vor allem nicht zurückkehren zu dürfen, falls die Liebe unerwidert bleibt. Im Gegensatz zu den frohsinnigen Opern eines Mozart geht die Geschichte fast übermäßig tragisch aus und Dank der wundervollen, in jeder Hinsicht bezaubernden Interpretation des Regisseurs und seines Ensembles zerfloss das Schaf am Ende in Tränen.
Die Kraft der Bilder, die lyrische Musik und vor allem die schauspielerisch überzeugende Leistung der Sängerinnen und Sänger hat auch für mich den Abend zu einem großen Erlebnis gemacht, das ich allen Theater- wie Musikfreunden nur warm, wärmer, am wärmsten empfehlen kann.
Zum Theater sei gesagt, dass das Schaf unbedingt mal was über die Weiterverarbeitung seiner Wolle lernen wollte und wir daraufhin in die „Weber“ von Gerhard Hauptmann ins Deutschen Theater gegangen sind. Wie es uns dort ergangen ist, berichten wir in Kürze an gleicher Stelle und auf gleicher Welle! Mäh!

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