Posts Tagged ‘ Lesebühne Die-Unerhörten ’

2. Friedenauer Lesenacht

15. June 2012 | von | Kategorie: Termine
18. August 2012
19:00to23:00

Wann: zu jeder vollen Stunde ab 19 Uhr
Wo: Noyman Miller
Hauptstr. 89
Berlin-Friedenau
( www.noymanmiller.de)
Wie: Karten für die Lesenacht 10 Euro, im Vorverkauf 9 euro

Thema: 2. Friedenauer Lesenacht

Ablauf:
19 Uhr Doris und Mark
20 Uhr Susanne und Ariane
21 Uhr Sebastian und Doris
22 Uhr Friedhelm und Ariane

Weitere Infos: www.suedwestpassage.com

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Süß-Sauer bis Schaf – Unser allererstes Buch jetzt im Handel.

1. May 2012 | von | Kategorie: Unser Buch

Wer schreibt, der bleibt – den Leserinnen und Lesern in Erinnerung! Diese bunte Berliner Mischung hier schrieben “Die Unerhörten” und stellen ihre Kurzgeschichten somit erstmals in einem eigenen Buch vor.
“Die Unerhörten” sind talentierte Autorinnen und Autoren, die mit viel Kreativität, Witz und Charme unerhörte Literatur schreiben. Seit 2009 präsentieren sie die knackfrischen Texte regelmäßig auf ihren berühmt-berüchtigten Lesebühnen-Veranstaltungen. Das lang ersehnte Buchdebüt vereint die breit gefächerte Individualität ihrer Schreibstile und garantiert unerhörten Lesegenuss.
Freuen Sie sich auf Geschichten von: Friedhelm Feller-Przybyl, Doris Lautenbach, Ariane Meinzer, Mark Scheppert, Susanne Schmidt und Sebastian T. Vogel. Das “Kapitalistenschaf” – immer hungrig, aber schreibfaul – ist ihr Maskottchen.
2011 waren “Die Unerhörten” nominiert zur besten Lesebühne Berlins.

JETZT IM BUCHHANDEL:

Die Unerhörten
Süß-Sauer bis Schaf
Neue Texte aus Berlin
124 S., Mai 2012,
9,80 €
ISBN 978-3-8482-0638-4



Ausgewählte Bestellmöglichkeiten:

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    Endlich ist das Buch unserer Lesebühne “Die Unerhörten” nun auch als Ebook im Buchhandel erhältlich.

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  • Rückblick: Unsere Lesung im “Haus Nansen” am 15.04.2012

    15. April 2012 | von | Kategorie: Blog

    Um gleich zu Beginn mal unseren Bundespräsidenten zu zitieren: „Was für ein schöner Sonntag!“

    Am heutigen Sonntag (15.04.2012) folgten Friedhelm Feller-Przybyl, Doris Lautenbach und Mark Scheppert nur allzu gerne der freundlichen Einladung der AWO Berlin Südwest und lasen einen bunten Reigen an Kurzgeschichten im Haus Nansen in Zehlendorf-Mitte.

    Die Lesung war sehr gut besucht, bis zuletzt strömten die Gäste herbei und zusätzliche Stühle mussten organisiert werden. So wünscht man sich das!

    Insgesamt war es eine toll organisierte Lesung vor einem sehr interessierten und aufmerksamen Publikum, die uns richtig viel Spaß gemacht hat.

    Vielen Dank für die Einladung. Die Unerhörten freuen sich auf viele weitere gemeinsame Veranstaltungen!

    P.S.: Beim nächsten Mal können wir sicher auch schon unser erstes gemeinsames Buch präsentieren…

    Anbei noch ein paar Impressionen:


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    Lesung am 23.05.2012 im Noyman Miller in Friedenau

    30. December 2011 | von | Kategorie: Termine
    23. May 2012
    20:30to21:30

    Wann: 20.30 Uhr
    Wo: Noyman Miller
    Hauptstr. 89
    Berlin-Friedenau
    ( www.noymanmiller.de)
    Wie: Eintritt frei

    Thema: Verführung im Mai

  • Zwei Übernachtungen im gemütlichen Doppelzimmer Classic; Frühstück vom reichhaltigen Buffet
  • Am Abend: 3-Gang Menü lt.Küchenchef; Nutzung der Oase mit Sauna und Pool sowie des Strandes

    …schreibt ein Hotel auf seiner Homepage und nennt dieses Angebot “Süße Verführung in den Mai”. Das können wir nicht bieten, oder doch?

  • sechs außergewöhnliche Geschichten in gemütlichem Ambiente; hervorragende Friedenauer Snacks und sehr gute Weine
  • ein opulentes 6-Gänge-Geschichten-Menü lt. Lesebühnenchef; Nutzung der Wohlfühloase sowie Berühren des Spendenschafs.

    Freuen Sie sich auf neue Geschichten der “UNERHÖRTEN”

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  • Lesung am 18.08.2011

    8. July 2011 | von | Kategorie: Termine
    18. August 2011
    21:00to23:00

    Wann: 21 Uhr
    Wo: Ori-Berlin
    Bar-Gallerie-Projektraum
    Friedelstraße 8
    Berlin-Neukölln
    (Nähe U-Bhf. Hermannplatz)
    Wie: Eintritt frei

    Thema: Auswärtsspiel

    Das Thema ist nicht wortwörtlich zu nehmen, denn eigentlich ist es lediglich für unsere Friedrichshainer Lesebühne ein “Auswärtsspiel”. Wir werden im Ori in Neukölln daher eine Art “Best-of” unserer Texte präsentieren und versprechen Euch einen sehr unterhaltsamen Abend!

    (Das ORi ist eine Bar-Galerie, die von sehr engagierten Menschen als Do-It-Yourself- und Low-Budget-Projekt betrieben wird, ein eher kleiner, aber sehr schöner Ort in Königsblau mit edler Wohnzimmer-Atmosphäre)

    Wie immer: bitte weitersagen und auch mal nach Neukölln fahren. Ist schön dort!

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    Auf der Suche nach dem Glück

    8. April 2011 | von | Kategorie: Leseproben

    Dies ist ein kurzer Auszug aus meinem soeben erschienenen Buch “90 Minuten Südamerika”.

    Im Fischerörtchen Taganga an der Karibikküste Kolumbiens treffen wir eine Spezies, der wir aufgrund unserer Reiseroute lange erfolgreich aus dem Weg gegangen waren. Es sind nicht nur fünf oder sechs Leute, sondern regelrechte – vorzugsweise englisch, hebräisch und französisch sprechende – Backpackerhorden. Alle Hotels direkt am Strand sind von ihnen blockiert und stylishe Typen und gackernde Bikini-Püppchen beobachten hinter schwarzen Marken-Sonnenbrillen, unsere Suche nach einem geeigneten Quartier.
    Für die globalisierte Gemeinschaft der „Lonely Planet Generation“ scheint dieser Ort der Endpunkt ihres Südamerika-Kreuzzuges zu sein, denn tatsächlich liegen auch zwei Schottinnen im Sand, die wir zuletzt kotzend in Nordargentinien gesehen hatten. Sie wären seit Monaten mit der gleichen Truppe unterwegs gewesen, berichten sie stolz, und sind nach Bolivien, Peru und Ecuador nun in Kolumbien gelandet. Die coole Gang hatte fast alle wichtigen Inkaruinen, Berggipfel, Flussläufe und Wasserfälle des Kontinents gesehen und auf tausenden Digitalfotos verewigt. Ob in großen Städten oder bei zurückgezogenen Indiostämmen, überall hätten sie extrem gechillt und legendäre Partys gefeiert. „Amazing!“, ist ihr bevorzugtes Wort.
    Als wir uns von den Hühnern verabschieden, denke ich darüber nach, was mich von diesen stumpfsinnigen und dennoch so unbekümmerten Rucksackreisenden auf unserer Reise unterschieden hatte. War ich gebildeter, kultivierter oder niveauvoller gewesen? Nein! Auch ich war in Landschaften und Orte gereist, in denen ich mit meinem weißen Arsch eigentlich überhaupt nichts zu suchen hatte. Oftmals ohne Sinn und Verstand war ich durch vormals unberührte Landschaften gefahren und in eine heile Welt mit bis dato glücklichen Menschen eingedrungen, die von mir weder etwas brauchten noch etwas lernen konnten. Allein durch mein Erscheinen hatte ich vielleicht ein letztes Stück Paradies zerstört.

    Was werde ich also zu Hause erzählen auf die Fragen: „Was hat dir die Weltreise gebracht? Hast du gefunden, wonach du gesucht hast?“ Wir haben nur noch wenige Tage bevor es zurück nach Deutschland geht. Ich nehme mir vor, nun endlich auf eine intensive Suche zu gehen.

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    Lesung am 14. April 2011

    4. April 2011 | von | Kategorie: Termine
    14. April 2011
    20:00to22:00

    Wann: 20 Uhr
    Wo: Cafe Tasso
    Frankfurter Allee 11
    10247 Berlin
    Wie: Eintritt frei

    Thema: Verscherzt

    Es gibt Scherzartikel, Scherzfragen und manch einer hält sich gar für einen richtigen Scherzkeks.

    Doch wann hat man eigentlich verscherzt? Wenn man einen schlechten Witz erzählt hat? Wenn man jemanden enttäuscht hat? Und wie schafft man es, sich gründlich alle Sympathien zu verscherzen?

    Dieser Frage gehen die 6 unerhörten Autoren und ein Stargast in ihrer Lesung am 14. April nach. Das Thema des Monats wird wie immer aus sechs überraschenden Blickwinkeln beleuchtet. Unterhaltsam-abgründig, kurzweilig & provokativ. Unerhört eben!

    Hier geht´s zur Vorstellung unserer Veranstaltung im Berliner Abendblatt

    Und dies ist die Ankündigung des Termins im Friedrichshain-Blog

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    Lesung am 14. Juli 2011

    23. February 2011 | von | Kategorie: Termine
    14. July 2011
    20:00to22:00

    Wann: 20 Uhr
    Wo: Cafe Tasso
    Frankfurter Allee 11
    10247 Berlin
    Wie: Eintritt frei

    Thema: Stilles Wasser

    Bitte beachtet, dass dies unser letzter Auftritt vor der langen Sommerpause Pause ist. Es erwarten Euch – wie immer – spannende, nachdenkliche und lustige Geschichten und besonders freut es uns, dass unser “Exil-Unerhörter” Friedhelm die stillen Gewässer von Kapstadt für ein paar Wochen verlassen hat, um mal wieder live bei uns aufzutreten.

    Bis bald und bitte weitersagen!

    Musikalischer Gaststar: Dorothea Münsch

    (Dorothea Münsch ist eine junge Sängerin, die u.a. Songs vom Stillstand, von Neuschnee und vom Dahinschmelzen schreibt. Lieder vom Gewohnten und schmerzhaft Vertrauten.)

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    Lesung am 17. März 2011

    6. December 2010 | von | Kategorie: Termine
    17. March 2011
    20:00to22:00

    Wann: 20 Uhr
    Wo: Cafe Tasso
    Frankfurter Allee 11
    10247 Berlin (U-Bhf. Frankfurter Tor)
    Wie: Eintritt frei

    Thema: Wahl-Heimat

    Wenn die Heimat zur Qual wird, treibt es die Abtrünnigen ins Exil. Doch auch die Wahl-Heimat kann sich zur Qual-Heimat wandeln. Heimatlosigkeit kann sich ganz plötzlich an den kuscheligsten Orten ausbreiten.
    Und ist Heimat eigentlich ein Ort oder ein Gefühl?
    Das Thema wird wie immer aus überraschenden Blickwinkeln beleuchtet. Unterhaltsam-abgründig, erdrückend herzerwärmend. Unerhört eben.

    Stargast: AND-REA

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    Endlich angekommen

    15. October 2010 | von | Kategorie: Leseproben

    Da es bei unserer Lesebühne zur “Deutschen Einheit” einige Nachfragen gab, hier also die Bonusgeschichte vom 14. Oktober 2010, die gleichzeitig Bestandteil meines Buches Mauergewinner ist.

    …mein 37. Geburtstag stand vor der Tür. Kein besonderes Ereignis – weder ein rundes Jahr, noch war gerade irgendetwas Außergewöhnliches passiert. Ich sagte Sylvie, dass ich trotzdem richtig Lust hätte, eine große Party zu geben. Was mir fehlte, war ein pfiffiges Motto. Es sollte mit mir zu tun haben. Aber wer bin ich?

    1971 im ostberliner Stadtteil Friedrichshain geboren, habe ich dort tatsächlich mein komplettes bisheriges Leben lang gewohnt. In meiner Stammkneipe in der Wühlischstraße werde ich von den vielen Zugezogenen bestaunt: ein gebürtiger Berliner, Ostberliner und dann auch noch Friedrichshainer! Wahrscheinlich bin ich einer der letzten meiner Art und gleichzeitig ein Vertreter dieser neuen Generation, der heimatlosen Wossis. Wie eine traurige Sorte Klöße: halb und halb.

    Ich bin weder Fisch noch Fleisch, weder Ost noch West, nicht gestern, heute oder morgen. Ich habe eine geteilte Vergangenheit mit Eltern, die sich über ihre DDR definieren und Nichten und Neffen, die diese nicht mehr kennen. Ich werde oft danach gefragt, wie es in diesem verschwundenen Land war und wenn ich zu erzählen beginne, wird mir nicht mehr richtig zugehört. Ich versuche zu sein, wie ein Vorzeige-Wessi und drücke noch immer erfolgreichen Ossis besonders die Daumen. Ich sage nie, dass früher alles besser war, aber auch nicht, dass es heute so ist.

    Mein Wohnort blieb gleich, doch mein Heimatland wurde ein anderes. Der Mauerfall 1989 war für mich das schönste und wichtigste Ereignis meines Lebens. Von da an verlief es völlig anders als gedacht: keine Nationale Volksarmee, keine “freiwillige” SED-Mitgliedschaft, keine Bude mit Ofenheizung und Außenklo, kein Trabi mit 30, keine dreiwöchigen FKK-Zelturlaube am Ostseestrand, keine Sauregurkenzeit in Konsumläden. Und so weiter und so fort.
    Luxus spielt für mich keine Rolle, aber daran gibt es nichts zu rütteln: Der Westen öffnete mir eine prall gefüllte Wundertüte.

    Ich konnte die Welt sehen. Ich machte eine einjährige Weltreise und meine Freunde und Bekannten leben weit verstreut, viele sogar in Westdeutschland. Meine Weltkarte an der Wand ist voll mit roten Punkten. Ich bin ein Ossi auf Tour.
    Verloren habe ich durch die Wende – nichts. Alte Freunde aus der DDR und meine Familie sind mir weiterhin nah. Ein Jammerossi bin ich nie geworden. Ich denke nicht nostalgisch oder gar “ostalgisch” an mein früheres Leben. Aber ich erinnere mich. An meinen Kindergarten, wo ich wie jeder einen Platz bekam. Ich betrachte mich im FDJ- oder Pionierausweis, denke an unsere “Go-Trabi-Go-Aktion” nach Budapest, an mein erstes Bier im Lager für Arbeit und Erholung und an meine DDR-Jugendweihe, betrachte meine Auszeichnungen aus vergangenen Tagen.
    Ich lache bei der Erinnerung an die Diebstähle in diversen Kaufhallen, sinnlose Gruppenratswahlen und einseitige Diskussionen im Staatsbürgerkunde-Unterricht.

    Ich habe auch nicht vergessen, dass ich meinen Abiturplatz nur bekam, weil ich mich drei Jahre für die NVA verpflichtet hatte, dass im Wehrerziehungslager bereits die ersten Jungoffiziere und Stasimitarbeiter in spe geschnüffelt haben und vor allem, dass ich keine Hoffnung hatte, jemals nach New York, Sydney und Barcelona zu kommen.
    Meine Kindheit und Jugend in der DDR war spannend, aber ich bin unglaublich glücklich, dass das unwirkliche Land, in dem ich meine ersten 18 Jahre verbrachte, nur noch in der Erinnerung existiert.

    Mittlerweile wohne ich länger in der Bundesrepublik Deutschland als in der Deutschen Demokratischen Republik. Ich bin mehr Wessi als Ossi. Das wollte ich feiern! Die Gäste auf der Party zu meinem 37. Geburtstag in einer Kleingartenkolonie in Ostberlin: 50 Prozent Ost-, 50 Prozent Westdeutsche.
    Ich schaue immer nach vorne und nie zurück. Dachte ich. Doch etwas fehlte in meiner neuen deutschen Biografie und irgendwann merkte ich, was es war. Ich tauchte ein in meine Vergangenheit, hielt alte Urkunden, Zeugnisse und Fotos aus meiner DDR-Zeit in den Händen. Ich wachte eines Nachts sogar auf und dachte geschockt: „Mist, die Mauer steht wieder.“ Am nächsten Morgen musste ich darüber schmunzeln und begann, zunächst nur für mich zu schreiben, ohne Druck und höhere Ziele. Ich erzählte mir meine Geschichte.
    Schon Minuten nachdem ich mit diesem Buch begonnen hatte, spürte ich wie mich die Zeilen befreiten, meine Vergangenheit an mir vorbeiflog, die ich soeben verarbeitet hatte.
    Als Motto der Party schrieb ich auf die Einladungen: „Endlich angekommen!” Nicht als Frage, sondern mit Ausrufezeichen!

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